ENERGETISCHE SANIERUNG | KLIMA

Was können wir für unsere Umwelt tun? Wer ist ein wichtiger Akteur? Soll Buttstädt mehr auf erneuerbare Energien setzen?
Hier können Sie uns Fragen zum Thema energetische Stadtsanierung stellen, können sich mit den beteiligten Fachleuten und anderen Nutzern des Forums austauschen oder Anregungen zum Thema eintragen. Wir freuen uns auf Ihren Beitrag!

  1. Ein Akteur BürgerEnergie Thür. 10. Januar 2016 um 23:37

    Die BürgerEnergie Thüringen hat bei der Ministerin Siegmund erneut ein “1000-Dächer-Solar-Programm” initiiert. Wer wird gefördert?

    – Kommunale Thü. Gebietskörperschaften und deren Eigenbetriebe
    – Kommunale Zweckverbände mit Sitz in Thüringen
    -Unternehmen in kommunaler Hand, Thür. Mehrheitsbeteiligung/KMU bea.
    -Gemeinnützige Organisationen/ Kirchen im Sinne des ThürKiStG
    -Genossenschaften u. Vereinigungen von Personen mit Sitz in Thür. (zweck: Errichten und Betreiben von Bürgersolaranlagen)

  2. kruemel 3. November 2015 um 17:58

    Es wird viel von Energiewende gesprochen, aber in unserer Stadt läuft da einiges schief. Ich kann nicht verstehen warum auf den drei Einkaufsmärkten in unserer Stadt keine Photovoltaikanlagen sind. Die müssen doch für die Kühlung und Beleuchtung ständig Strom verbrauchen. Das würde die Netze entlasten und wäre ein echter Beitrag für den Umwelt- und Klimaschutz. Aber ich denke es wird mal wieder nicht möglich sein weil sich keiner mit denen anlegen will. Gerade bei Lidl der was ja von der Stadt wollte (Umwidmung der Straße)hätte man hier einhaken können, wenn man wollte. Aber vielleicht passte ja so was nicht in den gemachten Deal.

    • stephandiesel 5. November 2015 um 10:59

      Hallo Krümel,
      danke für deinen Beitrag. Du hast ganz recht, die Energiewende spielt eine wichtige Rolle in der Stadtentwicklung. Alle Teile der Gesellschaft sind gefragt, um ihren Beitrag zum Klimaschutz zu leisten – und dazu gehören ganz richtig auch Gewerbetreibende wie z.B. Supermarktketten. Einige Unternehmen beschäftigen sich tatsächlich ernsthaft damit, wie sie zum Klimaschutz beitragen können. Oft jedoch steht für Industrie und Gewerbe Wirtschaftflichkeit immer noch an oberster Stelle – und da kann der Klimaschutz nicht immer mithalten.

      Ich kann dich beruhigen, der Stadtrat ist hier nicht untätig. Im Gegenteil. In der letzten Stadtratssitzung am 2.11. wurde der Beschluss gefasst, die Thematik sehr detailliert zu behandelt. Aus diesem Grund wurde das Gebiet zwischen Bahnhof, Innenstadt und Lohwald als KfW-Untersuchungsgebiet festgelegt. Wir werden also ein energetisches Konzept beantragen, welches durch die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) gefördert wird. Ein wichtiger Teil unserer Arbeit soll dann auch die Beteiligung und Einbindung der Industrie- und Gewerbetreibenden in Butttsädt sein. Damit möchten wir genau das erreichen, was du in deinem Kommentar angesprochen hast – Wirtschaft, Gemeinde und Bevölkerung in einem gemeinsamen Prozess an den Lösungen an den Herausforderung des Klimaschutzes beteiligen. Wir werden auch bei unseren Supermärkten versuchen, z.B. PV-Anlagen installieren zu lassen, möchten aber auch andere Gewerbetreibende ansprechen. “Sich mit denen Anlegen” würde ich dann allerdings nicht sagen, sondern eher ein vernünftiges doch nachdrückliches Gespräch führen. 😉

      Aber am Ende darfst du nicht vergessen: Gewerbe und Industrie machen nur ein Drittel des CO2-Ausstoßes in Deutschland aus. Ein weiteres Drittel ist Verkehr und ein Drittel Haushalte. Und bei diesen zwei Bereichen stehen wir alle in der Verantwortung. Und damit meine ich nicht nur eine energetische Sanierung sondern besonders unser Heiz-, Konsum- und Reiseverhalten.

      Beste Grüße, Stephan Diesel. Sanierungsträger der Stadt Buttstädt

  3. Einwohnerin 2. Juni 2015 um 17:16

    Eine Anregung zur Energieeinsparung an die Stadt: unter der Woche nachts die Straßenbeleuchtung abschalten. Wird in Teilen der Stadt Jena auch praktiziert.

    • kruemel 10. Juni 2015 um 14:35

      Das Abschalten der Beleuchtung halte ich für eine schlechte Lösung, da es den Sicherheitsinteressen der Buttstädter Einwohner widerspricht. Es sind z.B. viele Laternenparker, da es zu wenige Garagen gibt. Viel besser wäre der Einsatz von Energieeinsparungsmaßnahmen wie Dimmung (hat z.B. Ellersleben) oder Umrüstung auf LED.

      • stephandiesel 26. Juni 2015 um 11:13

        Hallo, wirklich gute Ideen hier. Die Dimmung der Laternen kann generell stufenweise erfolgen, sodass diese nachts immer dunkler werden. In den Nachtstunden besteht tatsächlich die Möglichkeit, zum Beispiel zwischen 2 und 4 alle Lampen zu löschen oder zumindest jede zweite oder dritte Lampe auszuschalten. Solche “smarten” Beleuchtungssysteme können erhebliche Einsparungen bringen. Natürlich muss abgewogen werden, ob die bestehenden Leuchten nicht noch einwandfrei funktionieren. Eine Komplettumrüstung ist nämlich sehr teuer. Eine Möglichkeit wäre die straßenweise Einführung. So kann mann gleich mal testen, wie das System funktioniert. Mittelfristig wird solch ein smartes Beleuchtungssystem eine Rolle spielen, deswegen danke für eure hilfreichen Hinweise! Stephan Diesel

  4. Robert 20. Mai 2015 um 13:57

    Klimakonzept schön und gut, wer sagt denn was gegen umweltschutz und erneuerbare energien. Aber: bekomme ich ne förderung als hausbesitzer, wenn ich da investiere?

    • stephandiesel 21. Mai 2015 um 15:49

      Hallo Robert, um die Frage kurz zu beantworten: Ja, prinzipiel können Hausbesitzer von einer Förderung profitieren. Dies hängt jedoch ganz vom Vorhaben und von den Umständen ab. Die Thüringer Aufbaubank hat zum Beispiel ein sehr lukratives Zuschussmodell für Familien. Auch die KfW verfügt über eine Vielzahl von Förderprogrammen von der Einzelmaßnahme einer Fenstersanierung bis zur gesamten Sanierung eines Wohngebäudes. Hier muss natürlich immer geschaut werden: was ist geplant – und was ist gewollt. Antworten hierzu finden sich am Besten in einem gemeinsamen Gespräch heraus. Auf dieser Seite findest du unter Kontakte meine Daten. Gerne können wir einen Termin vereinbaren, an dem die spezifischen Einzelheiten besprochen werden können. MfG, Stephan Diesel

    • stephandiesel 21. Mai 2015 um 15:54

      ..darüber hinaus spielt die energetische Sanierung ein wichtige Rolle auch und besonders für die Innenstadt. Der Mehraufwand zur klassischen Sanierung ist oft nur gering, der Einspareffekt auf lange Sicht jedoch deutlich höher! Immer mehr Eigentümer entscheiden sich deshalb im Rahmen einer sowieso anstehenden Sanierung für höhere Energiestandarts. Stephan Diesel

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